Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes Karl-Heinz Banse war zum dpa-Gespräch: „Der Staat muss dafür Sorge tragen, dass Feuerwehren, aber auch Rettungsdienste und Polizei als Vertreter des Staates nicht ohne harte Strafen angegriffen werden. Bespuckt, beschimpft, begafft: Feuerwehrleute und Sanitäter werden bei ihren Einsätzen teils heftig angegangen. Der Feuerwehrverband fordert nun ein härteres Durchgreifen – denn Angriffe auf Einsatzkräfte seien keine Bagatelldelikte.“
Der Artikel kann hier im Link nachgelesen werden: https://www.tagesschau.de/inland/strafen-angriffe-einsatzkraefte-101.html

 

 

Genau der richtige Ansatz, so Gunnar Ullmann, ständiger Vertreter des Vorsitzenden des LFV Sachsen e.V.: „Auch wir fordern als Verband ein hartes Durchgreifen bei Angriffen jeglicher Art auf Einsatzkräfte. Genau dazu hatte ich in den letzten Wochen gegenüber den Medienvertretern offiziell Stellung bezogen und uns klar gegen die Gewalt gegenüber Einsatzkräften gestellt.

Einsatzkräfte, egal ob von Feuerwehr, Polizei, einer Hilfsorganisation oder dem THW sind im Einsatz, um Menschen in Not zu Helfen. Oft riskieren sie ihre eigene Gesundheit, ihr eigenes Leben.
Das fordert höchsten Respekt und auch persönlichen Schutz in ihrer wertvollen ehrenamtlichen sowie beruflichen Tätigkeit.

Unsere Einsatzkräfte gehen in ihren Tätigkeiten bei vielen Situationen bereits ein Risiko für sich und ihre Gesundheit ein. Für die Attraktivität von Haupt- oder Ehrenamt bei Blaulichtorganisationen ist es nicht dienlich, wenn man zusätzlich noch damit rechnen muss, angegriffen zu werden.
Auch die Familien unserer Einsatzkräfte hoffen darauf, dass der Angehörige gesund vom Einsatz zurückkehrt. Gesetzlich ist hier schon vieles geregelt, es müssen „nur“ die notwendigen Strafen und Urteile konsequent durchgesetzt werden.

„Die Tagesschau schreibt, dass möglicherweise hunderte Einsatzkräfte betroffen sind, in Sachsen laut einer Übersicht des Innenministeriums von 2015 bis 2021 jeweils mehr als 100 Angehörige von Feuerwehr und Rettungsdiensten Opfer einer Straftat.
Aus meiner Sicht ist das eine Dunkelziffer. Nicht jede Einsatzkraft meldet einen verbalen oder sogar körperlichen Angriff sofort seinem Dienstherren bzw. Arbeitgeber.
Eine realistische Statistik kann nur erstellt werden, wenn jede Einsatzkraft einen Angriff, egal ob verbal oder auch körperlich meldet.
Fakt ist, so Gunnar Ullmann: „Wir brauchen genaue Zahlen, um hier auch als Verband reagieren zu können. Der Schutz unser aller Einsatzkräfte steht im Vordergrund, und genau hier wollen wir als Verband helfen.“